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Erotik im Internet

星期日, 11月 2nd, 2008

Die Phrase „Sex sells“ ist sicherlich jedem bekannt. Seitdem sich die Pornografie im letzten Jahrhundert immer weiter entwickelt und das Medium Film erobert hat, konnte sich eine immer geringer werdende Hemmschwelle zu diesem Thema in unserer Gesellschaft erkennen lassen. Das Internet hat den Zugang zu solchen Materialien um ein Vielfaches erhöht. Während man zuvor noch extra in einen Laden gehen musste, um an einschlägiges Filmmaterial zu gelangen, kann man sich pornografische Inhalte heutzutage binnen wenigen Minuten über das Internet ansehen und herunterladen und leider oftmals ohne einen Beweis erbringen zu müssen ob man minderjährig ist oder nicht.

Gerade im Internet ist das Angebot besonders groß und man wird regelrecht mit Anzeigen, Werbebannern und Einblendungen überschüttet, auch wenn man das gar nicht will. Erotik ist im Internet gerade über die Suchmaschinen, sehr leicht zu finden. „Sex“ und andere eindeutige Begriffe gehören wohl zu den am meisten verwendeten Suchbegriffen in Suchmaschinen.
Doch auch wenn man eine Suche startet, die oftmals überhaupt nichts mit Erotik zu tun hat, scheinen regelmäßig diverse Suchtreffer auf, die in eine eindeutige Kategorie zeigen. Die Suchmaschinenoptimierung macht dies sicherlich noch einfacher, da Webseitenbetreiber gezielt versuchen können, dass ihre Erotikseiten in jedem Fall bei einer Suche aufscheinen, wenn der Suchbegriff auch nur annähernd in den Bereich der Erotik fallen könnte.

Ich frage mich ernsthaft, ob das wirklich sein muss. Das suchen von pornografischen Inhalten im Internet ist natürlich nichts schlechtes und auch nichts, was man unterbinden sollte. Schließlich kann jeder machen, was er will. Jedoch das übertriebene Ausmaß an Werbung und nervigen „Popups“ stört den Ablauf beim Surfen im Internet enorm, zumal viele Erotikseiten mit zwielichtigen Scripts und Prozeduren bestückt sind, die mitunter an die Grenze zum Computervirus stehen.
Neue Filter müssen her und das Angebot an Erotik darf nur dann aufscheinen, wenn man gezielt danach sucht. Schließlich verwenden auch Kinder das Internet.

Immer und überall präsent sein

星期三, 09月 3rd, 2008

Wer heutzutage keine Homepage hat, ist ja beinahe schon rückständig und hoffnungslos in der Zeit hinten geblieben. Dies gilt nicht nur Firmen, für diese natürlich ganz besonders, da sie auch marketing-technisch darauf angewiesen sind, doch auch für Privatpersonen.
Man muss aber als Privater keinen IT-Fachmann, Webdesigner und Grafiker einstellen, nur um irgendwo im Net präsent zu sein. Man muss sich nicht einmal eine eigene Domain oder Webspace kaufen.
Denn viele Unternehmen erkannten den Trend zur individuellen Webseite mit Grundschablone frühzeitig und konnten so einen großen Markt erschließen beziehungsweise neu erschaffen.
Die Pioniere in diese Plattformrichtung waren sicherlich die Erschaffer von „u-boot“, einer Community, die sich, obwohl der große Hype schon lange wieder verflogen ist, beharrlich hält und auch meist schwarze Zahlen schreibt.

Anfänglich finanzieren sich diese Online-Gemeinschaften, indem sie Werbeflächen auf ihrer Seite verkaufen und/oder Inserate schalten. Je mehr Mitglieder solch eine Community dann hat, desto teurer wird auch der Werbeplatz, womit dadurch schon gutes Geld zu verdienen ist. Viele der Erfinder solcher Seiten haben aber die Communities bereits weiter an große Medienkonglomerate verkauft und sind damit, obwohl noch in den 20er-Jahren ihres Lebens, zu Multimillionären geworden.
So trennten sich die Studi-VZ-Macher vor relativ kurzer Zeit von ihrer Kreation, die anfänglich als interstudentisches Netzwerk fungieren sollte, schnell aber auch auf das außer-akademische Leben übergriff.
Auch „Facebook“ wurde einem anderen Unternehmen einverleibt, doch die spektakulärste Transaktion in diese Richtung war sicherlich der Verkauf von „myspace“, einer Plattform für Musik-Schaffende als auch –Fans, an das Konglomerat des Medientycoons Rupert Murdoch, dem unter anderem Fox und die britische Sun Zeitung gehören. Doch wurde die Seite nicht einfach nur übernommen, sondern sofort auch ausgebaut, unter anderem mit myspace-TV, also Internetfernsehen mit eigenen Produktionen, oder auch myspace-Records, also einer eigenen Plattenfirma. Letzteres war natürlich ein genialer Schachzug, da man über die Mitgliederdatei sowieso schon über einen schier unermesslichen Pool von Musikern und Stücken wachen konnte.

Zusätzlich zu diesen Spaß- und Freizeitcommunities (ohne jemandem damit zu nahe treten zu wollen) gibt es das Ganze auch noch für die berufliche Weiterentwicklung, wie zum Beispiel „xing“, das den Austausch und das Abwerben von Mitarbeitern und Betriebserfahrungen ermöglicht.
Insgesamt betrachtet, kann man also auch hier deutlich spüren, dass sich das Sozialleben zusehends in den virtuellen Raum verlagert.